Ratgeber Hörgeräte kaufen

Ratgeber Hörgeräte kaufen, Kosten und Zuzahlung

Wer schlecht sieht, trägt eine Brille. Und wer schlecht hört, braucht ein Hörgerät. Klingt logisch. Trotzdem zögern viele Menschen mit Hörminderung oft mehrere Jahre bis sie einen Hörgeräteakustiker aufsuchen. Unsicherheit hinsichtlich Kosten, Aussehen und Funktion der Hörgeräte zählen zu den Hauptgründen. Doch je länger Betroffene warten, desto schlechter wird das Hörvermögen und die Wahrnehmung. Denn das Gehirn verlernt das Hören und verstehen regelrecht. Daher gilt: schon bei den ersten Anzeichen einer Schwerhörigkeit oder Hörminderung sollte man einen Hörgeräteakustiker oder einen HNO-Arzt aufsuchen.

Hörgeräte Ratgeber „Besser Hören“ der Stiftung Warentest

Der aktuelle Ratgeber „Besser Hören“ der Stiftung Warentest ist der ideale Einstieg in die Hörgeräteversorgung. In verständlicher Weise werden Grundlagen erklärt, z.B. Ursachen einer Hörminderung oder die Funktion des Gehörs. Darüber hinaus erfährt der Leser wie digitale Hörgeräte funktionieren und welche unterschiedlichen Bauformen es gibt. Besonders gut werden der Anschaffungsprozess neuer Hörgeräte, der Beratungsablauf beim Hörgeräteakustiker, mögliche Zuzahlungen der Krankenkassen und weitere Kosten, z.B. für Hörgerätezubehör, vorgestellt. Das Buch ersetzt natürlich nicht das qualifizierte Beratungsgespräch beim Hörgeräteakustiker, schafft aber Wissen und vermittelt nützliche Tipps, was bei der Hörgeräteauswahl sehr hilfreich ist.

Tipps:

Hörgeräte kostenfrei im Alltag testen


Weitere Informationen über Hörgeräte Preise und Zuzahlung

Vor dem Hörgeräte-Kauf: Bedürfnisse erkennen

Es gibt eine Reihe von Fragen, die Sie sich vor dem Kauf stellen sollten. Diese oder ähnliche kann Ihnen der Hörgeräteakustiker ganz am Anfang der Beratung stellen.

  • In welchen Situatiuonen fällt Ihnen Verstehen besonders schwer? z.B. beim Fernsehen, in Restaurants
  • Womit verbingen Sie Ihren Tag? z.B. Fernsehen, Walken, Internet, Verein
  • Sollen Ihre Hörgeräte möglichst unauffällig und klein sein? z.B. Im Ohr-Hörgeräte
  • Möchten Sie die Lautstärke und Programme selbst steuern oder soll das eine Automatik übernehmen?
  • Leistet Ihre Krankenkasse eine Zuzahlung? Möchten Sie mehr als ein Kassengerät zum „Nulltarif“?

Einblick in die Hörgerätetechnik

Es ist Aufgabe des Hörgeräteakustikers, Ihnen während der Beratung die für Ihre Anforderungen relevanten Technologien und Funktionen zu erklären. Darüber hinaus gibt es Technologien, die heutzutage im Zeitalter digitaler Hörgerätetechnik als Standard bezeichnet werden können. Dazu zählen unter anderem:

  • Rückkoppelungs- und Störschallunterdrückung
  • Mikrofon-Rauschunterdrückung
  • mindestens 3 Hörprogramme für verschiedene Hörsituationen
  • Mehrkanaligkeit, mindestens 4 Kanäle

 Nehmen Sie sich in jedem Fall Zeit, unterschiedliche Hörgeräte miteinander zu vergleichen.
In Deutschland ist die sogenannte „vergleichende Anpassung“ durch den Hörgeräteakustiker Pflicht.

Hörgeräte Technik – Highlights

Deutscher Zukunftspreis 2012: der „Zweiohr-Effekt“
Bundespräsident Joachim Gauck würdigte die Forscher von Siemens und der Universität Oldenburg für räumliches Hören mit Hörgeräten. Da jedes Ohr in der Regel ein eigenes Hörgerät mit jeweils anderer, individuell angepasster Einstellung hat, war es die Idee der Forscher, eine Kommunikation per Funk zwischen beiden Hörgeräten herzustellen. Die unterschiedlichen Höreindrücke beider Seiten, z.B. durch Lärm von rechts und Sprache von links, werden durch hochkomplexe, mathematische Verfahren miteinander verglichen, und die Einstellungen dann automatisch aufeinander abgestimmt. So entsteht ein deutlich verbessertes räumliches Hörvermögen, so dass besser erkannt werden kann, woher Geräusche kommen. Das ist zum Beispiel vor allem im Straßenverkehr wichtig.


Video: Binaurales Hörsystem

Direktionale Mikrofone verbessern das Verstehen von Sprache
Da man sich bei einer Unterhaltung in der Regel ansieht, ist es natürlich sinnvoll, dass die Hörgeräte in erster Linie die relevanten Sprachsignale aufnehmen die vom Gegenüber gesprochen werden, also von vorne kommen. So wird in geräuschvollen Umgebungen, zum Beispiel in einem Restaurant, die Sprachverständlichkeit grundlegend verbessert. „Adaptive, direktionale“ Mikrofone können noch mehr: sie folgen einer sich bewegenden Störgeräuschquelle und blenden diese aus. „Mehrkanalige, adaptive und direktionale“ Mikrofone besitzen außerdem die Fähigkeit, mehreren Störgeräuschquellen, die sich jeweils durch ihre Frequenzen unterscheiden, zu folgen und diese abzudämpfen. Somit wird das Sprachverstehen ganz automatisch optimiert.

Grafik: Adaptives Richtmikrofon


Hier geht´s zum Vergleich unterschiedlicher Hörgeräte-Versicherungen


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